Aufsteiger fehlt die nötige Konstanz

Trainer Jürgen Hensel hat mit seinem SV Sachsenhagen nach dem Aufstieg in die Bezirksliga zunächst Lehrgeld bezahlen müssen.

"Wir haben einen schlechten Start erwischt, dann aber entsprechend reagiert. Einmal zirksliga anders gespielt wird als im Kreishaben wir das System umgestellt, statt der Viererkette wieder traditionell aufgestellt. Und wir haben lernen müssen, dass in der Bezirksliga anders gespielt wird als im Kreis. Schneller, konsequenter, zeilstrebiger, kaltschneuziger mit starkem Durchsetzungsvermögen. Das geht nur mit der entsprechenden Fitness, auch daran haben wir entscheidend gearbeitet. Das war für einige Spieler sicher eine Umstellung, unter dem Strich hat die Mansnchaft aber gut mitgezogen und ihre Lektion gelernt."
Sachsenhagen konnte 13 Punkte einfahren, leigt derzeit auf Platz 15, hat aber noch zwei Nachholspiele auszutragen. In der Nachlese zeigt sich Trainer Hensel aber noch nicht uneingeschränkt zufrieden. "Mir hat einfach noch die nötige Konstanz gefehlt, wir hätten fünf, sechs Zähler mehr auf dem Konto haben können." Zur Winterpause gab es noch einmal Bewegung im Sachsenhäger Team. Holger Beckedorf hat seine Ausbildung abgeschlossen, ist zurück und wird sicher wieder versuchen, seinen Platz zwischen den Pfosten einzunehmen. Dazu stieß Michael Köpp zum SVS. Erspielte zuletzt in Hannover, war dann lange Zeit verletzt. Nach erfolgreicher Reha kommt die Sicherheit zurück. Er möchte es noch einmal wiss und will wieder in der Bezirksliga kicken. Mit Niklas Adam an der Spitze stehen noch vier Sachsenhäger A-Jugend-Kicker in der Warteschleife, die Trainer Hensel je nach Saisonverlauf in die Mannschaft integrieren möchte. Bitter allerdings sind die Prognosen für torjäger Ingo Poschlod, immerhin für 14 der 27 Sachsenhäger Tore verantwortlich. Seine Verletzung ist bei seinem ersten Trainingsversuch wieder aufgebrochen, derzeit wartet er auf einen speziellen Behandlungstermin. Wenn überhaupt ist frühstens Ende Mai mit ihm zu rechnen.

Tops und Flops


Helge Blunk: er erfüllte alle Erwartungen zu 100 Prozent und ist eine feste Größe in der Sachsenhäger Abwehr.

Sören Blunk: Er zeigte als Ersatzkeeper vorbildlichen Einsatz und sorgte nach dem Ausfall von Holger Beckedorf als zweiter Mann hinter Patrick Drews für die nötige Ruhe zwischen den Pfosten

Stefan Kienapfel: Er entpuppte sich leider als recht verletzungsanfällig, fiel deshalb öfter aus. Wenner aber zum er aber zum Einsatz kommen konnte, stellte er sehr schnell seine guten Offensivqualitäten unter Beweis.

Sebastian Sommer: Er hat die Bezirksliga wohl etwas unterschätzt. Er kam zu ein paar Kurzeinsätzen, wird sich aber steigern müssen, um zur Konkurrenz im Mittelfeld zu werden.

Philip Winkler: Er erwies sich als effektive Verstärkung, ist technisch versiert, präsent, schnell und gefährlich. Er wird die vakante Angriffsposition übernehmen und versuchen, die nötige Konstanz in sein Spiel zu bringen.

Statistik

Torschützen: I.Poschlod 14, T.Hensel 5, S.Kienapfel 2, J.Förster 1, P.Winkler 1, M.Fritsche 1, M.Fritsche 1, D.Poschlod 1, E.Kalac 1, P.Niemeyer 1.

Höchster Sieg: 5:0 gegen Tünder II.

Höchste Niederlage: 2:10 gegen Halvestorf-Herkendorf

Befund: Der Kreisligameister zeigte sich lernfähig, hat die anfänglichen Fehler abgestellt und ist im Bezrik angekommen.

Bilanz: Die Abwehr der Sachsenhäger ist stabilisiert, der Strum durchschlagskräftiger. Allerdings sind die Top-angreifer sehr verletzungsanfällig und machen den Angriff zur Wundertüte.

Prognose: Es wird eng und könnte am Ende in die Relegation gehen.

Quelle: Schaumburger Nachrichten, Hattrick, 2010

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Bernd Bosselmann