Klassisch fehlgestartet, so muss man die Auftritte des SVS in den ersten Spielen des Jahres 2014 bezeichnen. Konnte man gegen die benachbarte FSG wenigstens noch einen Punkt mitnehmen, so musste man sich dem Tabellenvorletzten FC Hevesen in den Schlussminuten noch geschlagen geben und das in einem Auftritt, der wohl zu den schwächsten Saisonleistungen dieser Spielzeit gehören dürfte. Als wäre das noch nicht schlimm genug kam die Menzer-Elf im gestrigen Nachholspiel beim SC Auetal mit 5:0 unter die Räder.

Die Mannschaft ließ zumindest in den ersten beiden Spielen die Gelegenheit aus, in ruhigeres Fahrwasser zu steuern. Nun ist man drei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt und hat zudem auch noch nahezu „abgeschriebenen“ Konkurrenten sinnbildlich in die Steigbügel geholfen.

Die derzeitige Situation ist kein Weltuntergang, da durch die Integration der zurückgekehrten bzw. neuen Spieler nicht alles von Anfang an funktionieren kann. Trotzdem muss sich die Mannschaft den Vorwurf gefallen lassen, dass gegnerische Teams einfach mehr in die Spiele investieren und auf dem Feld mehr „Leben“ zeigen. Zu ruhig ist es in den schwarz-gelben Reihen, zu wenig wird sich „gepusht“, um die Prozente mehr Leistung herauszuholen, die für den Erfolg nötig wären. Hilfestellungen der Kameraden werden als Kritik verstanden und teils zurückgewiesen. Die abgedroschene Fußball-Phrase der „Unerfahrenheit im Abstiegskampf“ heranzuziehen ist deplatziert. Die Mannschaft hat erfahrene Spieler, die sich in der Vergangenheit bewiesen haben und Nachwuchsspieler mit tollem Potential. Diese Kombination zu nutzen funktioniert nur über gelebten Teamgeist, der nicht beim Verlassen der Kabine endet. Einhergehend damit ist der Wille zur Kritikfähigkeit ein „Muss“, selbst wenn sie mal im Eifer des Gefechts „unkonstruktiv“ herüberkommt. 


Fans und Freunde der Victoria hoffen, dass sich das Team schnellstmöglich „berappelt“ und den Kampf um den Klassenerhalt schlussendlich annimmt. Steht zusammen und zeigt es uns und vor allem den Gegnern! 

Forza SVS! (CS)

Wir vermissen Dich

Bernd Bosselmann