Seine erste Saisonniederlage musste der SVS auf der "Achumer Wiese" beim dort beheimateten FC Hevesen hinnehmen. Mit einem 2:1 mussten sich die Menzer-Mannen geschlagen geben, ein Ergebnis das zweifelsohne so in Ordung geht, investierte der SVS einfach zu wenig in die Partie. Trainer Menzer musste auf den arbeitsbedingt verhinderten Björn Riesen verzichten, für Ahmed Serhan reichte es zumindest für die Bank nach seiner Zehnverletzung. Moritz Grabowski stieß ebenfalls wieder zum Team. Die Zuschauer der Partie sahen einen verhaltenen Auftakt beider Mannschaften. Rechnete man anfangs noch mit der obligatorischen Abtastphase, so musste man schnell feststellen, dass weder der Gastgeber noch die Victoria bereit waren ernsthaft Initiative zu ergreifen. Das Spiel "plätscherte" sprichwörtlich dahin - Torchancen in der ersten halben Stunde: Fehlanzeige. 

Erst in der 30. Minute kam der Gastgeber zur ersten Torchance der Partie per Kopf. Die SVS-Verteidigung und Jung-Keeper Janes Runge konnten die Situation erfolgreich entschärfen. Der SVS kam selber in Minute 35 zu seiner ersten und einzigen Möglichkeit der ersten Hälfte der Begegnung. Ein Freistoß, von Richard Klinner getreten, in der Nähe der Eckfahne brachte allerdings nichts Zählbares ein.

Die Sachsenhagener Passivität wurde vom FCH kurz vor der Halbzeit gleich doppelt bestraft. Eine Nachlässigkeit im defensiven Mittelfeld nutzte FCH-Spielmacher Julian Seele in der 41. Minute per Alleingang zur 1:0 Führung. Mit dem Halbzeitpfiff markierte Selbiger das 2:0 per Freistoß aus 18 Metern. Der Ball schlug direkt neben dem linken Pfosten ein. Die Teams verabschiedeten sich in die Halbzeit. Trainer Menzer brauchte seine Mannschaft beim Halbzeit-Tee nicht mehr aufzuwecken, die letzten vier Minuten der ersten Hälfte hatten das bereits erledigt.

Leider setzten die Kanalkicker auch in der zweiten Hälfte wenig gegen den spielerisch beschränkten Gegner dagegen. Richard Klinner und Laurent Grobis versuchten zwar das Spiel über die Außen anzukurbeln, es fehlte aber immer wieder an Präzision bei Pässen und Abspielen im gesamten Team, die Spitzen blieben ebenfalls weiter wirkungslos.

Lauent
Der bemühte Laurent Grobis, im Hintergrund Linksverteidiger Malte Aumann
Runge musste mit viel Einsatz eine weitere Heveser Torchance vereiteln und konnte seine Vorderleute im Spiel halten. Nach der Aktion begann die stärkste Phase der Schwarz-Gelben. Erstmals wurde Druck auf den Gegener aufgebaut und es liefen zahlreiche Angriffe. Kevin Sieg nutze einen dieser in der 61. Minute und erzielte den Anschlusstreffer per Kopf. Sachsenhagen witterte nun endlich seine Chance und dominierte die Partie. Hevesen war es kaum mehr möglich für Entlastung zu sorgen und wurde in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Eine gute Aumann-Flanke fand in Dreßler seinen Abnehmer, der aber volley vergab, Menzer brachte kurze Zeit später Hoheisel und Serhan ins Spiel um den Torerfolg zu erzwingen. Nach nur 15 Minuten Druckphase verfiel der SVS dann leider in das vorangegangene Spielmuster und ließ Hevesen wieder ins Spiel kommen. Dies gipfelte darin, dass Malte Aumann in der 83. Minute auf der eigenen Linie retten musste.

Der Gastgeber verschleppte in den Schlußminuten das Spiel mit an Unsportlichkeit grenzenden Spielverzögerungen. Oliver Dreßler hätte in der 89. Minute trotzdem noch ausgleichen können. Sichtlich überrascht vergab er die beste und letzte Chance des Spiels aus wenigen Metern frei vor dem Tor des Gastgebers. Die Partie war das komlette Gegenteil zur "Gala" vom Dienstag in Deckbergen. Tempo, Spielfreude und Einstellung waren fern von dem Gezeigten in den ersten beiden Partien. Die Mannschaft muss sich die Frage gefallen lassen, ob sie den Gegner vielleicht zu leicht genommen hat und warum sie ihre spielerischen Möglichkeiten nicht ausgenutzt hat. Am kommenden Sonntag kommt der Titelfavorit Schwarz-Weiß Enzen zum ersten Heimspiel der Sasion an den Kanal. Auch wenn die Schwarz-Weißen eine Heimniederlage gegen FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen hinnehmen mussten,wird sich die Victoria klar steigern müssen um zu bestehen. (CS)

Wir vermissen Dich

Bernd Bosselmann