Nichts wurde es mit dem erneuten Coup gegen einen ungeschlagenen Spitzenreiter. Das Derby gegen den MTV Rehren A/R verlor der SVS mit 0:2 und ist nun seit vier Spielen sieglos. Immerhin, noch steht man weiterhin auf Tabellenplatz drei.

Im Nachbarschaftsduell gegen die ungeschlagenen Rehrener präsentierte sich die Victoria von Anfang an unsicher und taktisch unzureichend organisiert, während die Gäste mit breiter Brust antraten und gleich zeigten, dass sie das Spiel mit aller Macht gewinnen wollten. Da spielte der frühe Führungstreffer nach gerade einmal vier gespielten Minuten natürlich in die Karten der Röhrbein-Elf. Jean-Luc Bruns hatte Blau-Weiß in Front gebracht. Vielleicht wäre das Spiel anders gelaufen, hätte Leon Reuter kurz zuvor nach einem Eckball aus Kurzdistanz das 1:0 markiert. Seine Position zum Ball war allerdings nicht ideal und so konnte René Hammer im Gästetor parieren.

Dass es beim Pausentee weiter nur 0:1 stand, verdankten die Strauß-Elf ihrem Keeper Marius Pietzonka, der als einziger Akteur Normalform zeigte. Nach dem Wechsel lief es etwas besser bei Schwarz-Gelb, der Spielaufbau wurde flüssiger und das Match insgesamt ausgeglichener. Beide Teams drängten aufs nächste Tor - Ausgleich oder Vorentscheidung. Gute Möglichkeiten blieben aber rar, für den SVS verzeichneten Laurent Grobis und Leander Raabe noch die besten Abschlusssituationen. In der Nachspielzeit jedoch waren es die Gäste aus Rehren, die einen Konter zielstrebig zu Ende fuhren und durch Julian Lattwesen das Spiel entschieden.

„45 Minuten ordentlichen Fußball zu spielen reicht gegen einen Gegner wie Rehren nun mal nicht“, fasste Trainer Dennis Strauß nach dem Spiel zusammen. „Wir müssten annähernd 90 Minuten gut spielen, nur dann hätten wir eine Chance gehabt.“ Der Sieg des MTV sei somit verdient gewesen und sein Team nun um eine Erfahrung reicher.

Vor allem an der Konstanz müsse man arbeiten. Wiedergutmachung soll es bereits am Sonntag im nächsten Derby geben: dann tritt der SVS-Tross die kurze Reise über den Kanal zum TuS Lüdersfeld an, die unter Ingo Poschlod seit vier Spielen ohne Niederlage sind und einen leichten Aufwind verspüren. In der abgelaufenen Spielzeit fing sich der TuS in beiden Derbys jeweils fünf Tore. Im Hinblick auf Sonntag würde Trainer Strauß aber wohl auch einen dreckigen 1:0-Sieg sofort unterschreiben.

Wir vermissen Dich

Bernd Bosselmann