„Wer zu passiv spielt, wird bestraft“, lautete die simple Zusammenfassung von SVS-Trainer Dennis Strauß nach dem 2:2 seiner Elf beim TSV Eintracht Exten. „Wir hätten auf das 3:1 gehen müssen, stand dafür aber zu tief.“
Zur Pause führte die Victoria nämlich noch mit 2:1. Wie auch beim Auswärtsspiel in Krankenhagen kam man nicht gut in die Partie, es hakte in der Vorwärtsbewegung, viele Fehlpässe wurden produziert. Und wie schon gegen Krankenhagen ging der SVS mit 0:1 in Rückstand. Simon Druffel verwertete eine Grundlinienflanke für die Hausherren.
Die Strauß-Elf lässt sich von Rückständen aber schon länger nicht mehr beirren und ließ die besten zehn Minuten des Spiels folgen. Beim Pausenpfiff war das Spiel durch einen Doppelschlag von Marcel Richter gedreht, der nun bei sieben Saisontreffern steht. Das 1:1 erzielte der Topscorer vom Punkt, nachdem Yannik Thake gefoult worden war, das 2:1 war ein herrlicher Lupfer aus gut 35 Metern nach gedankenschnellem Zuspiel von Tim Hensel.
Leider zeigten die Schwarz-Gelben nach Wiederanpfiff die bereits thematisierte Passivität, konnten den nun sehr druckvoll auftretenden Gastgebern nur wenig entgegensetzen. Entlastungsangriffe waren Mangelware und nur mit Glück kann die knappe Führung gehalten werden. Bis zur 87. Minute, dann rutscht ein Pass durchs Zentrum zu Leon Dresenkamp durch, der keine Mühe hat SVS-Keeper Marius Pietzonka zu überwinden. Für ein richtiges Aufbäumen fehlte anschließend die Zeit, es blieb bei der Punkteteilung.
„Man kann mal schlecht spielen, aber dann bekommt man eben auch prompt die Quittung“, gab Strauß seiner Truppe in Hinsicht auf das Pokalspiel in Liekwegen noch ein paar Worte mit auf den Weg. Die Moral nach Rückständen sei der Lichtblick an diesem Sonntag gewesen. Zudem hat die Serie gehalten. Aktueller Stand: 26 ungeschlagene Ligapartien.(OD)

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Bernd Bosselmann