Nun ist es also passiert: Nach 26 ungeschlagenen Partien in der Kreisliga, hat der SV Sachsenhagen erstmals seit dem 17. Oktober 2017 (0:2 gegen Steinbergen) wieder in einem Punktspiel als Verlierer den Platz verlassen müssen. Beim TuS Niedernwöhren setzte es eine unglückliche 0:1-Niederlage.

Eigentlich war der Mannschaft aber gar kein großer Vorwurf zu machen. „Wir waren von Beginn an hochkonzentriert, im Vergleich zum Exten-Spiel war das eine Drehung um 180 Grad“, erklärte Trainer Dennis Strauß nach dem Abpfiff.

Während der SVS versuchte das Spiel zu machen, verlegten sich die Hausherren aufs Konterspiel. Da aber beide Mannschaften offensichtlich mit dem durch den langen Sommer knüppelhart gewordenen Platz so ihre Probleme hatten, entwickelte sich im ersten Abschnitt ein eher träges Spiel. Erst nach gut 25 Minuten brachten die Schwarz-Gelben ihr variables Spiel besser auf den Platz, hatten den Gegner im Griff und erarbeiteten sich einige Standardsituationen. Diese waren allerdings nicht von Erfolg gekrönt.

In den zweiten 45 Minuten versuchte die Strauß-Elf noch konsequenter auf den Führungstreffer zu gehen - und musste ihn nach fast nach einer Stunde wie aus dem Nichts selbst hinnehmen. Bei einem langen Ball sah die Hintermannschaft nicht gut aus, sodass Tobias Hellmanns problemlos zum 1:0 für die Gastgeber vollstrecken konnte. Die Moral nach dem Nackenschlag stimmte jedoch, der SVS startete einige Angriffswellen, die aber ohne Glück, auch bei einigen Schiedsrichterentscheidungen, verpufften. So war die erste Niederlage in der Liga nach elf Monaten letztlich nicht mehr abzuwenden.

Strauß sprach seiner Truppe jedoch Mut zu: „Mit der ordentlichen Teamleistung, guten Körpersprache und hohen Laufbereitschaft bin ich zufrieden. Wenn wir das mit ins Hagenburg-Spiel nehmen können, wird das ein Kick auf Augenhöhe.“ Kurioserweise ist der SVS trotz der Niederlage sogar schon vor dem Spiel einen Platz nach oben geklettert, da die punktgleiche FSG Pollhagen bereits am Sonntag mit 0:3 gegen Hevesen verloren hatte. Somit empfängt man am Sonntag als Tabellendritter den Spitzenreiter aus Hagenburg zum Gipfeltreffen. Bislang hat der TSV alle Spiele gewonnen, aber irgendwann reißt jede Serie. Und wer weiß, vielleicht startet unsere Erste im Nachbarschaftsderby schon ihre eigene, neue Serie.(OD)

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Bernd Bosselmann