Im großen Sportbuzzer Teamcheck vor der Rückrunde nehmen wir jeden Tag ein Schaumburger Fußball-Team unter die Lupe. Heute den SV Victoria Sachsenhagen. Der Coach Dennis Strauß ist mit der Hinrunde zufrieden.

Am Sachsenhäger Kanal geht es gemütlich zu. Die großen Tanker fahren vorbei, die Kapitäne winken den Fußgängern freundlich und die setzen ihren gemütlichen Spaziergang mit Hund und Co. fort. Ähnlich harmonisch und ruhig ist die Stimmung beim in Sichtweite spielenden SV Victoria Sachsenhagen aus der Fußball-Kreisliga.

Nicht viel auszusetzen

Das Team liegt auf einem gemütlichen fünften Platz und fühlt sich in dieser Position pudelwohl. „Ich habe nichts Großes an der Hinrunde auszusetzen“, so Coach Dennis Strauß. In der vergangenen Saison spielte der SV eine herausragende Rückrunde, gewann nahezu jedes Spiel und katapultierte sich so nach einer schwachen Hinrunde völlig unerwartet noch auf den Relegationsrang zwei. „Wir wollten unbedingt an die Leistungen der letzten Saison anknüpfen, um zu zeigen, dass dies keine Eintagsfliege war.“

Zu viele Unentschieden

Der Saisonstart gelang in eindrucksvoller Manier. Aus den ersten sieben Spielen gab es 17 Punkte. Alles sah danach aus, dass die Sachsenhäger ihre Platzierung aus der Vorsaison wiederholen könnten. Fünf Unentschieden waren jedoch zu viel, um an den Plätzen ganz oben schnuppern zu können. „Wir haben jetzt auch nicht den Mega-Antrieb, um ganz oben anzugreifen“, dämpft Strauß die Erwartungen.

Negativserie blieb aus

Um dies zu tun, hätte sein Team auch Siege gegen die Top-Mannschaften gebraucht. Doch sowohl gegen den MTV Rehren A. R. (0:2), den SV Victoria Lauenau (0:1) als auch gegen den SC Auetal (0:1) gab es Niederlagen. Einzig das Hinspiel gegen die Auetaler (1:0) und gegen den TSV Hagenburg (1:0) gewann das Strauß-Team. Unter dem Strich zu wenig, was jedoch keine großen Kopfschmerzen am Kanal auslöst, denn die inzwischen fast schon obligatorische Negativserie blieb bisher aus. „Wir waren froh, dass wir in dieser Saison bisher kein Tief hatten.“

Dünne Personaldecke

Dieses kann in der Rückrunde jedoch auftauchen, denn mit dem Blick auf diese erscheinen auch auf der Stirn des Trainers leichte Sorgenfalten. Der Grund dafür ist die immer dünner werdende Personaldecke. Leander Raabe beginnt sein Auslandspraktikum, Lars Gebühr verschlägt es beruflich nach Berlin, und Richard Barros Costa Klinger hat die Sportart gewechselt. „Er möchte sich ab sofort in Hannover beim Rugby versuchen.“ Nico Stumm hat außerdem die Schuhe ganz an den Nagel gehangen, sodass der einstige Kader von 21 Mann auf 17 geschrumpft ist. Eine Zahl, die in der Theorie nicht schlecht klingt, einen Trainer in der Praxis aber immer wieder vor knifflige Aufgaben stellt. So lässt sich auch die Zufriedenheit am Kanal ein ganzes Stückchen besser verstehen, denn mit der jetzigen Platzierung wäre der erfahrene Coach auch am Ende der Saison völlig zufrieden. „Wenn wir nach 30 Spieltagen unter den besten sechs stehen, war das für uns eine gute Saison.“

Neuzugang unter der Lupe

Jannis Gewecke: Kam aus der Jugend und führte sich ohne Probleme ein. Wurde mit fortlaufender Zeit immer stabiler und soll diesen Trend auch in der Rückserie fortführen.

Die Prognose

Bilanz: Der SV liegt auf Rang fünf und damit absolut im Soll.

Befund: Das große Plus ist die Ausgewogenheit des Teams. Das Tief blieb aus, trotzdem scheint das Potenzial noch nicht ausgeschöpft.

Prognose: Durch die Abgänge wird ein Angriff nach oben aus bleiben. Ein Platz unter den besten sechs Teams ist jedoch nicht in Gefahr.

 

Quellen: Kultau,Daniel : „Teamcheck SV Victoria Sachsenhagen: Das Tief blieb bisher aus “, unter: https://www.sportbuzzer.de/artikel/teamcheck-sv-victoria-sachsenhagen-das-tief-blieb-bisher-aus/(abgerufen am 21.11.2019)

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Bernd Bosselmann