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Er ist wieder da! Exakt 1.071 Tage nach seinem letzten Auftritt im Dress des SV Sachsenhagen hat Ingo Poschlod die Schwarz-Gelben bei seiner Rückkehr vor einer Niederlage gegen die Gäste vom TuS SW Enzen bewahrt. Damit bleibt er SVS auch im fünften Spiel in Folge unbesiegt.

Auf zwei Positionen stellte Trainer Torsten Menzer seine Anfangsformation im Vergleich zum Derby um. Marvin Hoheisel meldete sich fit und kehrte auf seinen angestammten Platz in der Innenverteidigung zurück, Björn Riesen agierte dafür als rechter Außenverteidiger. Sebastian Sommer musste aus der Startelf weichen, wurde aber im Verlauf der Partie eingewechselt. Außerdem ersetzte Kevin Sieg den verletzten Oliver Dreßler. Gästetrainer Michael Treichel tauschte ebenfalls zwei Akteure aus. Für Sebastian Sturm und Yannik Johnson standen Marco Kolb und Antonio Marraffino von Beginn an auf dem Platz.Das Spiel begann recht zerfahren, spielerische Kombinationen waren auf beiden Seiten rar. Auch die vielen kleinen Fouls ließen keinen wirklichen Spielfluss aufkommen. Folgerichtig musste für das erste dickere Ausrufezeichen ein Standard herhalten. Im Anschluss an eine Ecke köpfte ein Enzer Spieler das Spielgerät an den Querbalken. Mit dieser Chance als Startschuss begann eine Drangperiode der Gäste, in der die SVS-Abwehr gehörig ins Wanken geriet. Jedoch gelang es den Schwarz-Weißen nicht, den Ball im Gehäuse unterzubringen. Entweder parierte SVS-Keeper Marius Pietzonka reaktionsschnell, oder aber der Ball landete wiederholt am Aluminium. Erst nach einer halben Stunde gelang es den Gastgebern, mit eigenen Offensivaktionen für Entlastung zu sorgen. Vor allem auf dem rechten Flügel entkam Kevin Sieg seinem Gegenspieler ein ums andere Mal. Bei einem dieser Vorstöße wurde er, auch akustisch deutlich zu vernehmen, im Strafraum von den Beinen geholt. Doch die Pfeife des jungen Schiedsrichters Marius Schäfer blieb vorerst stumm. Zwei Minuten vor der Halbzeit bekam der SVS einen Freistoß zugesprochen, aus dem allerdings ein Konter der Gäste resultierte. Den hohen Pass in den Strafraum wollte Innenverteidiger Marvin Hoheisel klären, trat dabei jedoch am Ball vorbei und verlor das Gleichgewicht. Mehr als unglücklich, dass er dabei in den Laufweg seines Gegenspielers fiel, den der leichte Kontakt ebenfalls den Boden unter den Füßen verlieren ließ. Dieses Mal war sich der Schiedsrichter sicher, ein strafbares Vergehen im Sechzehner erkannt zu haben. Fabian Schwalm verwandelte aus elf Metern humorlos unter die Latte. So ging es beim Stand von 0:1 in die Halbzeitpause.

Mit Beginn der zweiten 45 Minuten war zu spüren, dass sich der SV Sachsenhagen nicht mit diesem Rückstand abfinden wollte. Zwar war lief es spielerisch immer noch nicht rund, doch zumindest stimmten jetzt die Körperspannung und der Wille, das Spiel noch umzubiegen. Enzens Defensive reagierte allerdings clever auf die Sachsenhäger Angriffsbemühungen und ließ die Abseitsfalle immer wieder zuschnappen. Lediglich Eckstöße sprangen für die Heimmannschaft heraus. Und nach einem Eckball von der rechten Seite kam der SVS auch zu seiner bis dato größten Ausgleichschance, doch Sieg konnte seinen Flugkopfball nicht mehr ausreichend platzieren. 25 Minuten vor Spielende geriet der Stadionsprecher das erste Mal an diesem Tag in Ekstase, durfte er doch die Einwechslung von SVS-Legende Ingo Poschlod verkünden. Im Winter heimgekehrt nach Sachsenhagen, sollte er nun, drei Jahre nach seinem letzten Auftritt für Schwarz-Gelb, die drohende Niederlage abwenden. In der 83. Spielminute dann die Szene des Spiels. In höchster Not klärte SWE-Abwehrmann Felix Schmidt den Ball zur Ecke. Sowohl Schiedsrichter, als auch Assistent entschieden aber auf Torabstoß. Nach wilden Protesten der Sachsenhäger korrigierte Schmidt den Schiri in seiner Fehleinschätzung. Eine bemerkenswerte Geste, mit der er einerseits großen Sportsgeist und gelebtes Fairplay bewies, andererseits aber auch zum tragischen Helden dieser Partie avancierte. Denn der Eckball von Nico Gutzeit fand seinen Abnehmer: Aus wenigen Metern köpfte Ingo Poschlod den Ball ins Tor und versetzte den Stadionsprecher endgültig in Ekstase. Ein aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt verdienter Ausgleich. Zu mehr reichte es nicht mehr, wobei der SVS am Ende sogar noch die große Siegchance besaß, als eine aussichtsreiche Überzahlsituation viel zu leichtfertig vergeben wurde.Unterm Strich geht das Remis in Ordnung. Die Gastgeber bleiben somit wie schon eingangs erwähnt im fünften Spiel in Serie ungeschlagen, fahren dabei aber auch das dritte Unentschieden hintereinander ein. Am kommenden Mittwoch steht bereits die nächste Aufgabe für die Mannschaft von Trainer Menzer an. Im Viertelfinale des Kreispokals gastiert man bei der dritten Mannschaft des VfL Bückeburg. Ein Unentschieden wird es dort definitiv nicht geben. (OD)

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Wir vermissen Dich

Bernd Bosselmann