Nach der vermeidbaren Niederlage beim FC Hevesen kam der SVS erst am vierten(!) Spieltag zu seinem ersten Heimspiel. Die Spielansetzer hatten es zwar nicht gut mit der Victoria gemeint, nichtsdestotrotz stellte sich die von Torsten Menzer trainierte Elf am heimischen Kanal motiviert dem Top-Favoriten Schwarz-Weiß Enzen. Enzen verlor am vergangenen Wochenende gegen die FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen, bekam dann aber die Punkte am grünen Tisch zugesprochen, da ein Jugendspieler in beiden Partien der Herrenmannschaften der FSG eingesetzt wurde. Torsten Menzer musste weiterhin auf Kapitän Marcel Richter verzichten, dieser lief sich zwar warm, für einen Eintrag auf dem Spielbericht war es aber, wie befürchtet, zu früh. Moritz Grabowski war ebenso wie Georgios Kefis abkömmlich.

Die Partie gegen den Meisterschaftskandidaten begann verhalten. Wie schon in Hevesen ergaben sich zu Beginn kaum Torchancen. Lediglich Richard Klinner in der 8. Minute hatte die Möglichkeit, einen Torerfolg zu setzen - steil geschickt war der Enzer Keeper aber zur Stelle. Das Spiel hatte zwar Tempo, Torszenen blieben Mangelware. Beide Teams neutralisierten sich und vor der Halbeit sah es nach einem klassichen 0:0 aus. In der 44. Minute setzte die Victoria dann ein Zeichen. Björn Riesen setzt sich stark im zentralen Mittelfeld durch und ließ drei Enzer aussteigen. Selbstlos, den Abschluß auf dem eigenen Fuß, spielte er im letzten Moment auf den gut aufgerückten Bastian Pawlik ab, der sich dann aber verhaspelte. Selbiger hatte wohl ebenfalls mit einem direkten Abschluss von Riesen gerechnet. Während die Zuschauer, ob der vergebenen Möglichkeit noch haderten, konnte Kevin Sieg eine Hereingabe auf Spielmacher Ahmet Serhan per Kopf ablegen, der wunderschön per Heber an den linken Pfosten verwandelte. Mit der umjubelten 1:0 Führung ging es in die Pause.

Die zweite Halbzeit war noch nicht ganz begonnen, da holten die Schwarz-Gelben, erneut in Person von Ahmet Serhan, zum Doppelschlag aus. In der 48. Minute erzielte Selbiger das 2:0. Perfekt bedient von Richard Costa Baros Klinner drosch Serhan den Ball in den Torwinkel. 


Dreifach-Torschütze Ahmed Serhan
Nur drei Minuten später fiel das 3:0. Der Enzer Felix Schmidt konnte eine druckvolle Hereingabe nicht mehr klären und der SVS hatte die Partie vermeintlich entschieden.

Nun verfiel der SVS ohne Grund wieder in die Spielweise auf der "Achumer Wiese". Man ließ den Gegener wieder ins Spiel und zu Möglichkeiten kommen. Nach einer Ecke in der 65. Minute konnte Enzen per Kopfball am langen Pfosten den 3:1 Anschlusstreffer markieren. Kaum mehr als 60 Sekunden später brachte ein "Blackout" der Sachsenhäger Hintermannschaft den 3:2 Anschlusstreffer. Sven Brinkmeyer nutze die Möglichkeit per Alleingang. Ohne Not wurde die Partie nun wieder spannend. 

Ahmed Serhan war es wiederum, der den Druck zwischenzeitlich aus der Partie nahm. Sein 4:2 in der 71. Minute, klasse vorbereitet durch den frisch eingewechselten Oliver Dreßler, hätte die Partie schlußendlich entscheiden können. Enzen legte allerdings nochmal nach und erzielte den erneuten Anschlußtreffer in der 76. Minute. Wieder brachte eine Standardsituation, diesmal ein Freistoß per Kopf, den Favoriten zurück ins Spiel. Enzen spielte nun "Alles oder Nichts" um noch einen Punkt vom Kanal mitzunehmen. Torhüter Patrick Drews hielt den schwarz-gelben Sieg in der fünften Minute der Nachspielzeit fest. Den Schuss eines frei vorm Sachsenhäger Tor auftauchenden Stürmers lenkte Drews am Tor vorbei und sicherte seinem Team den Sieg.

Die Elf von Torsten Menzer kann nun neun Punkte in vier Spielen verbuchen. Nach dem schwachen Auftritt in Hevesen zeigten sich die Kanalkicker deutlich verbessert. Natürlich darf man auch einen Gegner, wie den erklärten Meisterschaftskandidaten aus Enzen, nach einer 3:0 Führung nicht zurück ins Spiel kommen lassen, die Mannschaft hat sich aber schlussendlich nicht den Schneid abkaufen lassen und nimmt drei verdiente Punkte mit. 

Am kommenden Dienstag kommt das nächste Top-Team an den Kanal. Gast ist der TSV Algesdorf. Anstoß ist um 19.30 Uhr. (CS)

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Bernd Bosselmann