Eine erneute Niederlage musste der SV Sachsenhagen beim Tabellenführer hinnehmen. Der Bezirksliga-Absteiger besiegte die Menzer-Elf mit 2:0. 
Hatte man erwartet, dass der Gastgeber ein Feuerwerk an Spielfreude abfeuert, so wurde man über die 90 Minuten mit magerer Hausmannskost versorgt. Zu keinem Zeitpunkt entwickelte sich hüben wie drüben eine Partie mit Derby-Charakter, was auch an der Stimmung unter den Zuschauern festzustellen war.
Der TSV kam zu zwei Möglichkeiten in den ersten 20 Minuten aber erst das Einsteigen von Tim Geisler in der 22. Minute brachte die Hagenburger Führung per Foulefmeter. Geisler hatte in dieser Situation Glück, nicht des Feldes verwiesen zu werden. Das Glück egalisierte sich aber bereits eine Minute später, als Kevin Sieg ein Elfmeter verwehrt wurde.
Der Gastgeber hatte noch zwei weitere Möglichkeiten, die Victoria hatte Probleme mit dem kräftigen Windböen und ein geordneter Spielaufbau kam nicht zustande.
Nach der Halbzeit wendete sich das Blatt. Schwarz-gelb nun mit dem Wind entwickelte deutlich mehr Druck. In der 61. Minute hatte Mittelfeld-Turbo Costa-Klinner den Ausgleich, nach starkem Sprint über die rechte Seite, auf dem Fuß, entschied sich aber noch einmal quer zu spielen. Die Chance war vertan. Der TSV verwaltete die Partie geschickt, kam selber kaum noch an den Sachsenhäger Strafraum. Erst in der 85. Minute, der SVS hatte seine beste Phase und drängte auf den Ausgleich, fiel der 2:0 Siegtreffer für den TSV. Die Menzer-Schützlinge steckten zwar noch immer nicht auf, der Spitzenreiter ließ aber nichts mehr zu.

Vor der Partie hatten sich nur wenige Fans und Offizielle Zählbares ausgerechnet. Das 2:0 für den Tabellenführer war soweit auch verdient, allerdings war der SVS auch nicht chancenlos. Der TSV präsentierte sich nicht unschlagbar. Der Victoria mangelte es an genauen Ab- und Zuspielen. Auch lange Bälle fanden selten ihr Ziel. Durch dieses Manko wurden zu wenige Torchancen herausgearbeitet, um die Partie für sich zu entscheiden oder zumindest einen Punkt mitzunehmen.

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Bernd Bosselmann