5 Spiele, 5 Niederlagen, und mindestens immer 3 Gegentore pro Partie, so lautet die ernüchternde Bilanz, die der SVS seit dem Abstieg aus dem Bezirk gegen den SC Auetal hingelegt hat. Im Hinspiel setzte es eine deftige 2:5-Klatsche, vierfacher Torschütze war SC-Angreifer Samer Mahmo. Dieser ist mit 18 Saisontreffern auch bester Schütze seiner Elf. Die Auetaler befinden sich momentan auf Rang 2, also mitten im Aufstiegsrennen, stehen somit unter Druck und müssen am Sonntag unbedingt gewinnen. Interessant wird zu beobachten sein, wie die Mannschaft sich nach der Trennung von Trainer Björn Schütte in der Winterpause präsentiert. Unter Interimscoach Hakan Kamali mühte man sich zum Rückrundenauftakt zu einem 1:0 gegen den SC Möllenbeck, verlor dabei allerdings Spielmacher Tobias Feldmann wegen eines Platzverweises. Er wird gegen den SVS gesperrt zugucken müssen.

Für die Elf von Trainer Torsten Menzer sind die positiven Nachrichten im Vorfeld des schwierigen Auswärtsspiels vor allem personeller Natur. Einige wichtige Spieler, die zum Rückrundenauftakt noch nicht mitwirken konnten, stehen voraussichtlich wieder zur Verfügung. In erster Linie dürfte die Rückkehr der SVS-Legende Ingo Poschlod viele der schwarzgelben Anhänger freuen, verbinden sie seinen Namen doch mit Erinnerungen an erfolgreiche Zeiten, in denen Pokalsiege und Meisterschaften gefeiert werden konnten.

In der Gegenwart ist der SVS in der Tabelle zumindest auf Tuchfühlung mit der Spitzengruppe, zu den Abstiegsplätzen hat man sich ein respektables Polster erarbeitet. Die Truppe sollte also gegen den Meisterschaftsanwärter aus dem Süden befreit aufspielen können. Anders als im Derby gegen Lüdersfeld muss allerdings der Einsatz bei allen Spielern von der ersten Minute an stimmen, wenn im Auetal etwas Zählbares herausspringen soll. Dazu gehört auch, dass das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft ernsthafter und konzentrierter werden muss, denn mit 45 Gegentoren hat man lediglich 3 Tore weniger kassiert als der Tabellenletzte aus Rodenberg. Eine Eindämmung dieser Gegentorflut käme grade gegen einen Gegner wie den SCA genau zur richtigen Zeit. Auch Coach Menzer würde es sicherlich sehr freuen, konnte er doch als Trainer keines der letzten 11 Spiele gegen die Auetaler gewinnen. Optimistisch, dass sich dies am Sonntag endlich ändert, stimmt die Auswärtsstärke der Gelbhemden. 7 seiner 9 Saisonsiege feierte der SVS auf fremden Plätzen. Hoffen wir auf den achten Streich!

Anstoß ist zu gewohnter Zeit: Sonntag um 15 Uhr in Rehren A/O (Sportplatz zur Obersburg). Geleitet wird die Partie von Schiri Jens Günther (TuS Hülsede).(OD)

Wir vermissen Dich

Bernd Bosselmann