Drei Neuzugänge im Winter / SV Sachsenhagen will offensiver spielen

Der SV Victoria Sachsenhagen hatte nach dem Abstieg aus der Bezirksliga in der Saison 2011/12 einen Umbruch eingeleitet. Einige der damaligen Leistungsträger beendeten ihre Laufbahn oder wechselten den Verein. In der letzten Saison kam der SVS nach einer schlechten Rückrunde mit einem blauen Auge davon. In der laufenden Serie änderte sich nicht viel, nach 16 Spielen ist SVS-Trainer Torsten Menzer von den Vorstellungen seines Teams alles andere als begeistert.

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Uwe Kläfker

„Ich bin alles andere als zufrieden. Nach einem ganz guten Start sind wir wieder in ein Loch gefallen. Wir haben einfach nicht gut gespielt“, sagt Menzer. Es seien die typischen Probleme seiner Mannschaft gewesen, nach Gegentoren sei oft der Kopf runtergegangen. „So kommt man nicht in ein Spiel rein“, weiß der Trainer.

Die Gründe sind vielfältig. Die Trainingsbeteiligung könnte besser sein, so der Coach. „Die Jungs fehlen aus nachvollziehbaren Gründen. Es ändert aber nichts an der Tatsache, dass man mit wenigen Spielern nicht gut trainieren kann“, sagt Menzer. Außerdem habe seine Mannschaft im Angriff nicht viel getroffen. Neuzugang Achmed Serhan ist bester Torschütze, mit acht Treffern aber noch nicht im zweistelligen Bereich. Youngster Oliver Dressler steht nicht immer zur Verfügung, traf aber bereits sechsmal. Stürmer Kevin Sieg steuerte vier Tore bei. „Das ist zu wenig“, klagt Menzer.

Für eine bessere Platzierung passe auch das Torverhältnis nicht. Mit bereits 35 Gegentoren ist der SV Sachsenhagen im roten Bereich der Kreisliga. „Wenn wir vorne ein Tor schießen, zieht sich die Mannschaft zurück, stellt sich hinten rein“, hat Menzer analysiert. Aber das soll sich nach der Winterpause ändern, Menzer möchte gerne offensiver agieren.

Mit Tim Hensel und Sebastian Sommer sind im Winter zwei ehemalige Spieler zurückgekehrt. „Vor allem Tim Hensel soll unserer Offensive einen Schub geben“, hofft Menzer auf Besserung. Sommer ist eher ein Mittelfeldspieler, aber einer mit Bezirksliga-Erfahrung. Mit Dennis Tretzack angelte sich der SVS im Winter einen dritten Neuzugang. „Dennis ist schon etwas älter, mal sehen, ob er uns weiterhelfen kann“, sagt Menzer. Ein weiterer Hoffnungsträger ist Marcel Richter, der in der Hinrunde lange ausgefallen ist. Beim 4:5 im Testspiel beim VfR Evesen habe Richter vier Tore beigesteuert, freut sich der Sachsenhäger Trainer. „Wir wollen und müssen offensiver agieren und uns unseren Frust wegspielen“, fordert der Trainer: „Wir wollen unser Spiel mehr in die gegnerische Hälfte verlegen und müssen zudem hinten noch stabiler stehen. Diesen Anstoß-Schlaf können wir uns nicht mehr leisten.“

Auch beim SV Sachsenhagen geht noch das Abstiegsgespenst um. Mit 20 Punkten haben die Gelb-Schwarzen gerade mal vier Punkte mehr auf dem Konto als der Tabellenvorletzte aus Hevesen. Und da geht es zum Auftakt hin. „Punkte für den Klassenerhalt haben absolute Priorität, wir sind alles andere als gesichert. Ein guter Start wäre deshalb sehr wichtig. Es folgt das Spiel gegen die FSG Pollhagen-Nordsehl/Lauenhagen, einem weiteren Konkurrenten. Da müssen wir punkten“, macht Menzer Druck. Es dürfe niemand erwarten, „dass wir uns da locker und flockig rausspielen“.

Die Sachsenhäger haben noch die letzte Saison vor Augen, als sich das Team durch eine schwarze Serie mit zehn sieglosen Spielen selbst in die Bredouille brachte. „Wenn uns das wieder passiert, dann gute Nacht“, sagt Menzer.

Quelle: Kläfker, Uwe: „Torsten Menzer hofft auf den „Hensel-Schub““, unter: http://www.szlz.de/startseite_artikel,-torsten-menzer-hofft-auf-den-henselschub-_arid,595231.html (abgerufen am 05.05.2018)

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