Der Absteiger SV Sachsenhagen muss personellen Aderlass in der Offensive verkraften

Diesmal war es knapp: Der SV Sachsenhagen verpasste den Klassenerhalt erst in der Relegation. Die Überflieger vom TV Badenstedt erwiesen sich als zu stark für den SVS. Nun also wieder Kreisliga. Die Sachsenhäger kennen das, waren nach den Abstiegen aus dem Bezirk gleich wieder der Top-Favorit auf den Aufstieg.

In diesem Jahr ist das ein wenig anders, der personelle Aderlass war nicht so schlimm wie befürchtet, dennoch sind wichtige Spieler nicht mehr dabei. Vor allem die Offensive muss nach den Abgängen von Ingo Poschlod und Nico Gutzeit neu sortiert werden. Dazu stehen Philipp Winkler und Dennis Poschlod nicht mehr zur Verfügung. „Wir haben viele wichtige Spieler verloren, vor allem in der Offensive. Das muss man sehen. Wir füllen mit einigen jungen Leuten auf. Tim Hensel und Marcel Richter können jetzt wieder offensiver spielen, was auch ihrem Naturell entspricht. So sind wir immer noch ganz gut aufgestellt“, sagt SVS-Trainer Torsten Menzer.

Es bleiben Restzweifel, ob der SV Sachsenhagen die Qualitäten der letzten Jahre erreichen kann. „Wenn alle gesund bleiben“, schränkt auch Menzer ein und führt fort: „Der alte Stamm muss fit sein, damit sich die jungen Spieler einleben können und man den Jungs nicht gleich zu viel Verantwortung aufschultert. Wir sind vom Durchschnittsalter wieder jünger geworden, haben aber auch einige erfahrene Spieler dabei.“

Menzer weiß aber noch nicht, ob alle Spieler die gesamte Saison zur Verfügung stehen. Die Wahl des Studienortes steht bei einigen Spielern noch aus. „Wenn ich jetzt wüsste, dass ich die Saison mit dieser Mannschaft durchspielen könnte, wäre ich optimistischer“, sagt Menzer. Dennoch sei das absolute Ziel, um den Aufstieg mitzuspielen und die Rückkehr in den Bezirk zu schaffen. „Ich kann mich aus den genannten Gründen aber nicht hinstellen und sagen: Das schaffen wir!“, sagt Menzer. Vom Verein haben Trainer und Mannschaft keinen Druck, den sofortigen Aufstieg schaffen zu müssen. „Aber unsere Zielsetzung sollte schon der Aufstieg sein. Wir wollen da rein und uns dann auch mal etablieren“, erklärt Menzer.

In der Vergangenheit war die Offensive das Prunkstück der Sachsenhäger. Durch den personellen Aderlass und die Neuzugänge hat sich hier etwas verschoben. „Wir haben in der Defensive mehr Konkurrenzkampf, sind körperlich größer und robuster geworden. Ich hoffe, dass wir deshalb auch etwas besser geworden sind“, sagt Menzer. Natürlich setze er auch darauf, dass die gegnerischen Angriffsreihen in der Kreisliga nicht so stark seien, wie im Bezirk, so der Trainer. „Wir wollen auch aus diesem Grund weiter mit einer Viererkette operieren. Schließlich hat unsere Abwehr im vergangenen Jahr auch viele gute Spiele gezeigt“, sagt Menzer.

Mit Routinier Marcel Fritsche zieht derzeit ein Spieler voll mit, der aus beruflichen Gründen nicht unbedingt auf dem Zettel stand. „Mit ihm wären wir in der Zentrale sehr gut besetzt. Ich hoffe, dass alles klappt und er dabei bleibt“, sagt Menzer. Das Basisgerüst mit Niklas Adam, Moritz Grabowski, Marcel Richter, Florian Blaser oder Tim Hensel steht. Menzer geht zuversichtlich in die neue Saison. Im ersten Spiel müssen die „Gelb-Schwarzen“ beim TSV Algesdorf antreten.“ Der Start hätte etwas leichter sein können. Aber es läuft bislang ganz gut und ich bin guter Dinge“, freut sich der Trainer auf eine interessante Saison. Wenn am Ende der Serie erneut ein Relegationsplatz warten würde, wäre in Sachsenhagen sicher niemand abgeneigt.

Quelle: Kläfker, Uwe: „Menzers Aufstiegsplan hat viele Unbekannte“, unter: http://www.szlz.de/lokaler-sport/sport-schaumburg/lokalsport-szlz_artikel,-menzers-aufstiegsplan-hat-viele-unbekannte-_arid,448821.html (abgerufen am 05.05.2018)

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Bernd Bosselmann