Mit dem 3:4 in Rehren baut der SVS I seine Siegesserie auf drei Spiele aus. Auch im Pokal setzte sich der SVS ein zweites Mal durch und trifft jetzt auf den SV Engern. Die Zweite holt innerhalb von sechs Tagen zwei Siege mit 9:1 Toren und auch die Dritte siegt weiter. Sieben Spiele, sieben Siege für das Team von Thorsten Nagel.

Sonntag, 29.10.17 - SVS III - SG Liekwegen II 2:1 (1:1)

Auf schwierigen Geläuf erwischten die Hausherren einen Blitzstart. Ado Catic brachte die Hausherren mit einem Schlenzer vom Sechzehnereck mit 1:0 in Führung. Danach flachte das Spiel ab, was aber auch an den Bodenverhältnissen lag, welches einen Spielfluss fast unmöglich machte. Eine Schwächephase der Schwarz-Gelben nutzten die Liekweger nach 36. Minuten zum Ausgleich aus. Mit dem 1:1 ging es in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel gab es kaum Torchancen auf beiden Seiten. Die Gastgeber hatten leichte Spielvorteile, kamen aber nicht wirklich zwingend vor das Tor der Gäste. Auf der anderen Seite tauchten die Liekweger ab und an vor dem Tor auf, allerdings gab es wie auf der anderen Seite kaum gefährliche Abschlüsse.Kurz vor dem Ende, als wohl niemand mehr mit einem Entscheidungstreffer gerechnet hätte, bekam der SVS einen Freistoß zugesprochen. Marcel Fritsche legte sich das Leder zurecht, um dann Nils Jaschinski in der Mitte perfekt zubedienen. Chancenlos für den Torwart der Gäste nickte Jaschinski zum 2:1 ein. Durch den späten Treffer siegt der SVS III auch im siebten Spiel in Folge und ist damit weiterhin die einzige Schaumburger Mannschaft ohne Punktverlust.

Sonntag, 29.10.17 - SVS II - SG Rodenberg II 5:1(1:1)

Stürmischer Heimsieg der „Zwoten“ – Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte


Gegen das Tabellenschlusslicht der SG Rodenberg II konnte die Riesen-Elf im vierten Heimspiel der Saisonden ersten Heimsieg einfahren. Völlig verdient wird der Gast 5-1 zurück Richtung Deistergeschickt. Nachdem die Dritte im Vorfeld den Platz schon arg umgepflügt, aber auch mit einem Sieg vorgelegt hat, war die Motivation entsprechend groß den Weg für einen „9-Punktesonntag“ zu ebnen. Buchstäbliches Beispiel für diese Motivation: Erik holte bereits in der Fußballkluft, aber mit Badelatschen doch noch seine Schuhe von zu Hause.
Trotz starkem Gegenwind in der ersten Hälfte nahmen die Gelbhemden direkt das Zepter in die Hand und schnürten den Gegner regelrecht ein. Das insbesondere Flanken durch den Wind unberechenbar wurden, deutete sich schon recht früh an.
Ein erstes Field Goal schoss der schöne Hans (5.) Nur zwei Zeigerumdrehungen später konnte nach einer Slapstickeinlage der Gäste gejubelt werden: Der Torwart und Innenverteidiger agierten gemäß „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“ gekrönt von einem Foul des Torwarts. Den fälligen Elfmeter drosch Neufeld kompromisslos in den Winkel.Im Gefühl eines sich anbahnenden Sieges und mit stärker werdendem Wind wurde mehr und mehr „Bruder Leichtfuß“ ein Mitspieler, so dass in der 19. Minute der einzige (!) Torschuss des Gegners im gesamten Spiel zum Ausgleich führte. Ein Gegenspieler wurde 23 Meter zentral vor dem Tor nicht am Abschluss gehindert, welcher per Aufsetzer an den Pfosten ging. Den Nachschuss musste der bis dato passiv im Abseits stehende Angreifer nur noch reindrücken.Was folgte waren wütende, aber nicht sinnvoll vorgetragene Angriffe der Gelbhemden, besonders Fulde wurde versucht in Szene zu setzen. Ein Solo durch drei Gegenspieler setzte Strafgebühr von halblinker Position an die Latte (24.). Fulde schoss nach Zistes Zuspiel aus 20m knapp daneben (28.). Ein wunderschönes Kopfball-Tor wurde fälschlicherweise zurückgepfiffen (Fulde, 29.). Weirich setzte eine Art Lupfer aus der zweiten Reihe über das Tor (30). Die Flexibilität von I loveBartek (Fanartikel werden demnächst in unserem Fanshop zur Verfügung stehen) sorgte dieses mal für eine Nominierung von ihm als Außenverteidiger, was ihn aber nicht daran hinderte in der Offensive starke Akzente zu setzen. Eine seiner butterweichen Flanke setzte Fulde per Kopf drüber (32.), kurze Zeit später ans Lattenkreuz. Nach einer guten Parade des Rodenberger Keepers (Zisting, 35.), hätte der Videoschiedsrichter und/oder die Torlinientechnologie den erneuten Führungstreffer gesichert: Die folgende Ecke setzte AndeeereeeMensching aufs Tor und min. einer der unkontrollierten Rettungsversuche war bereits hinter der Linie. Ein letztes Highlight war als der irische Eishockernationalspieler und Daywalker einen Rodenberger auflaufen lies und dieser in die Bande krachte (39.).
In der Heimkabine wurde es verständlicherweise recht laut, die Leistung war, Wetter und Platzverhältnisse hin oder her, nicht zufriedenstellend. Die Reaktion dauerte handgestoppte 8 Sekunden im zweiten Durchgang: Nach dem Anstoß der Deisterkicker wurde der Ball direkt erobert, Fulde zog ab – 2:1. Sicherlich nicht nur kreisweit ein Rekord. Was folgte war das Kaninchen vor der Schlange. Zech-Lange, das Bierson, ersetzte aufgrund der einsetzenden Kälte sein Wasser gegen ein alkoholhaltiges Heißgetränk, ins Spiel musste er nicht mehr eingreifen. Ein scharf von Neufeld getretene Ecke ging an Freund, Feind aber auch am Tor vorbei (50.). Mohammadi passte durch die Beine eines Gegenspielers auf Zisting, der im Strafraum den nächsten Rodenberger tunnelte. Der Abschluss wurde zur Ecke geklärt. Nun folgte Hawkeye 2.0: Wieder Mensching mit dem auf der Linie geklärten Kopfball, der aufgerückte Hainke setzte nach – geklärt hinter der Linie – 3:1 (52.). Die Führung wurde genutzt um an einigen taktischen Feinheiten zu experimentieren. Im Minutentakt ergaben sich hochkarätige Chancen, doch weder Zisting (58. freistehend vorbei), Fulde (60. aus spitzem Winkel auf den Torwart) noch Krolak (62. aus zweiter Reihe daneben) konnten erhöhen. In der 67. Minute dann endlich Zisting mit seinem Tor (dem nicht das Violinenspiel folgte – Skandal!): Per Außenrist ins Eck geschlenzt. Mensching setzte sich auf halbrechts schön durch, den folgenden Anscheißerpass konnte aber keiner der drei freistehenden SVS-ler am Elfmeterpunkt verarbeiten (71.). Mohammadi krönte seine gute Leistung ebenso wenig (73. aus zentraler Position daneben). Eine physikalische Meisterleistung vom 1860-Fan Zisting dann in der 75.: Alleine vor dem Tor im Fünfmeterraum zehn Meter über das Tor genagelt! Das weder AndeeereeeeMensching noch die Strafgebühr ihre Ankündigungen nicht mehr zu schießen missachteten, erhöhte die Torausbeute nicht. Einem weiteren nicht gegebenem Tor in der 80. Folgte der Endstand als FuldeZisting freispielte und dieser mühelos seinen zweiten Treffer des Spiels erzielen konnte. In der Schlussminute setzte sich Bozipapadaniopolostidis auf der rechten Seite elanvoll durch, ein weiterer Fulde-Treffer kam jedoch nicht mehr zustande.
Fazit: Verdienter Sieg, der durchaus hätte zweistellig ausfallen hätte können oder gar müssen. Bereits am Reformationstag um 14.00 Uhr wird Juventus Obernkirchen zum nächsten Spiel empfangen.

Sonntag, 29.10.17 - MTV Rehren - SVS 3:4 (1:3)

Als MTV-Torwart André Goertz einen Schuss von Leander Rabe nicht unter Kontrolle bekam, staubte Lukas Fischbeck aus kurzer Entfernung zum 0:1 ab (11.). Nach einer Flanke von Pascal Kaiser erzielte Julian Lattwesen mit einem unhaltbaren Volleyschuss von der Strafraumgrenze in den Winkel den 1:1-Ausgleich (23.). Gegen die hoch verteidigende Rehrener Abwehr schloss Marcel Richter einen Alleingang mit dem Treffer zum 1:2 ab (37.). Nach einem Foul von Jean-Luc Bruns an Richard Barros Costa Klinner verwandelte Tim Hensel den fälligen Strafstoß zum 3:1-Pausenstand (43.) für die Gäste. Nach dem Seitenwechsel stemmte sich der ersatzgeschwächte MTV gegen die drohende Niederlage. Als die Sachsenhäger Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam, staubte André Bartels aus kurzer Entfernung zum 2:3 ab (58.). In der 85. Minute sah der Sachsenhäger Simon Grotefendt die Rote Karte und musste den Platz verlassen. Den fälligen Freistoß zirkelte Lars Metzner auf Nick Bergmann, der per Kopfball zum 3:3-Ausgleich erfolgreich war (86.). In der Nachspielzeit erzielte Bastian Heine nach einer Flanke von Richter aus kurzer Entfernung den Sachsenhäger Siegtreffer.1(SN-Sportbuzzer)

Dienstag, 31.10.17 - SVS II - Juventus Obernkirchen 4:0 (1:0)

6 Punkte in 2 Tagen – Zweite Herren gewinnt erneut

Am arbeitsfreien Reformationstag empfingdie die zweite Herren ohne Chefcoach Riesen Juventus Obernkirchen. Weitere drei Punkte waren das auserkorene Ziel, um in Tabelle weiter zu klettern.Ein kompakt stehender Gegner, vor drei Jahren noch Gegner der Ersten in der Kreisliga, auf tiefen Geläuf wurde erwartet. In der Offensive ersetzte Loofen den erkrankten Strafgebühr, zudem kehrten Thielsch und Bozinis in die Viererkette zurück.

Wie bereits gegen Rodenberg entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Mit einfachen Mitteln wie bspw. Bälle auf Höhe des Elfmeterpunkts wurde die Obernkirchener Defensive oft in Verlegenheit gebracht. Weirich setzte einen Kopfball aus 15 Metern über das Tor (3.), dem folgte wie schon am vergangenen Sonntag eine erneute Comedy-Show als sich Torwart und Verteidigung von Juventus beinahe über den Haufen rannten (7.). Das nötige Fingerspitzengefühl lies der Unparteiische bei der Vorteils- und Abseitsauslegung vermissen: Fulde wurde nach Foul an Weirich zurückgepfiffen (15.), den daraus resultierenden Freistoß wurde im Fünfmeterraum nicht energisch und schnell genug nachgegangen.Dass sich die bald eintreffenden Bartek-Fanshirts von selbst verkaufen werden, begründet sich auch durch solche Szenen wie in der 19. Minute als der Neuzugang vom FC Stadthagen vor dem eigenen Sechzehner einen Gegner tunnelte und direkt in den Lauf von Weirich passte, dessen Schuss allerdings knapp am langen Pfosten vorbeiging. Der SVS-Spielaufbau wurde durch kleine, aber dennoch zahlreiche Fouls immer wieder unterbrochen. Ein gewisser McGuiness weist so nicht nur diverse Rottöne auf dem Kopf, sondern auch blaue an den Beinen auf. Die verdiente Führung wurde dann präsentiert von „Looofen Entertainment powered by DDR-Oberliga“: Ein erneuter Freistoß von AndeeerreeeeMensching aus dem Halbfeld, der freistehende Scharmlippe mit dem akrobatischen Versuch, den Ball auf das Tor zu bringen und dem Resultat eine Kerze sondergleichen fabriziert zu haben, Fulde reagiert am Schnellsten und mit seinem nächsten Kopfballtor (26.)! Die knappe Führung wollte man nicht nur in die Pause bringen, sondern noch vergrößern. Doch Scharmlippi konnte weder das Anspiel von Weirich von rechts (28.), die Hereingabe von Fulde von links (dem Gegenspieler wurden auf 5 Metern 4,9 abgenommen; 30.) noch den Traumpass von Weirich in den Lauf (34., knapp am Winkel vorbei) nutzen. Ein Tor wurde wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben (37., nach Freistoß Mensching). In der Schlussminute des ersten Durchgangs revanchierte sich unser Genosse bei Weirich für die Zuspiele: An der Eckfahne wurde ein schon verlorengegangener Ball zurückerobert und durchgesteckt, beim TuS Jahn lernt man allerdings nur mit Latten umzugehen wie es aussieht, so dass es beim 1-0 blieb.

Torchancen von Juventus waren bis auf lange Bälle die Zech-Lange problemlos aufnehmen konnte Mangelware. Allen Spielern war in der Kabine bewusst, dass die geringe Führung die Gefahr birgt, dass das Spiel auch, wenn es keine Anhaltspunkte dafür gab, kippen könnte. Die Ansage möglichst schnell nachzulegen wurde angenommen und auch umgesetzt (allerdings ohne das 8-Sekunden-Tor zu unterbieten).Kurz nach Wiederanpfiff tankte sich Fulde auf links durch, eröffnete den Angriff wie beim Handball und bediente Thielsch, der auf der rechten Seite mitgelaufen ist. Am Abschluss wurde er noch gestört, so dass der Schuss nicht präzise genug kam (48.). Das 2:0 resultierte dann aus einem Elfmeter. Thielsch spielte in den Strafraum in den Lauf zu Hulk. Der unkonventionelle Befreiungsschlag von Obernkirchen traf nicht nur einen Ball, sondern gleich zwei. Beide waren unglücklicherweise die unseres Mittelfeldspielers. Da sich der schöne Hans noch von der Schicht erholte, übernahm Fulde Verantwortung und netzte flach ins Eck ein (53.). Kurz danach ergab sich für Obernkirchen die einzige Torchance, doch freistehend setzte der Angreifer den Ball daneben (59.). Einen weiteren Scorerpunkt erhielt Fulde in Minute 63: Scharmlippi gewann im Mittelfeld eine Zweikampf. Vor dem letzten Gegenspieler legte er quer auf Fulde, ein Haken später und schon lag der wieselflinke Stürmer auf dem Boden und der erneute Elfmeterpfiff ertönte. Looofen dieses Mal ins Eck – 3:0. Fair-Play nur zwei Minuten später: Fulde ging kurz vor der Torauslinie einem Ball nach, eroberte diesen und legte auf Scharmlippe quer, der nur noch einschieben brauchte. Das Tor wurde zunächst gegeben, doch der SVS gab geschlossen ein Handspiel zu. Respekt! I love Bartek und Looofen erhielten kurz darauf ihren verdienten Applaus. Mohammadi wirbelte mit neuer, windschnittiger Frisur (der Ankunft kurz vor dem Anstoß zufolge wohl auch erst dann geschnitten) nun im Angriff. Nach Balleroberung schickte er abermals Fulde, der wieder gelegt wurde, für einen dritten Elfmeter reichte es aber nicht (80.). „Mach was Verrücktes!“ dann in der 82. Minute. Freistoß kurz vor dem Anstoßpunkt in der eigenen Hälfte von Neufeld. Der Ball wurde länger und länger (ein Adjektiv, was auch im Trainergespann vorhanden ist), ein Obernkirchener bekam den Kopf nicht weg – Bogenlampe – Tor! Sah ähnlich aus wie seinerzeit Tomislav Piplica in Cottbus. Nach schöner Kombination von Fulde und Windhund konnte der Gästetorwart mit seiner besten Aktion einen Lupfer Mohamaddis entschärfen (84.). Neufeld versuchte sich in den Schlussminuten mehrmals als verkappter Linksaußen und Standard-Spezialist: Eine Ecke wurde fast reingedreht (87.), ein Schuss aus spitzem Winkel von der Seitenauslinie rutschte dem Keeper am kurzen Pfosten stehend aus den Händen, kullerte auf der Torlinie entlang an den zweiten Pfosten und wurde anschließend geklärt. Ein amüsanter Schlusspunkt.

Fazit: Verdienter Sieg, der durchaus hätte zweistellig ausfallen hätte können oder gar müssen. Kommenden Sonntag sind wir zu Gast bei der Reserve des SC Auetal. Anstoß um 11.45 Uhr (Obersburg). (RS)


Quellen:
1Blaumann, Sebastian: „Spielabbruch zwischen FC Hevesen und TSV Hagenburg nach heftigen Regenfallen“, unter: http://www.sportbuzzer.de/artikel/spielabbruch-zwischen-fc-hevesen-und-tsv-hagenburg-nach-heftigen-regenfallen/ (abgerufen am 02.11.2017)

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Bernd Bosselmann