Die letzte Woche konnte als Derbywoche betitelt werden. Am Dienstag besiegte die Erste den Nachbarn aus Pollhagen. Zwei Tage später schnürte Nils "Otto" Jaschinski im Derby der Dritten gegen den SVD einen Hattrick innerhalb von 20 Minuten und sicherte so den Sieg. Am Sonntag setzte das Team von Dennis Strauß noch eine drauf und zeigte dem Absteiger aus Hagenburg, wer die Nummer eins in der Samtgemeinde ist. Einzig die Zweite konnte aus zwei Spielen nur einen Punkt erspielen.

Sonntag, 27.8.17 - SVS II - TSV Eintracht Bückeberge 2:4 (0:1)



„Drei Mal ist Bremer Recht“ heißt es in einem Sprichwort. Am vergangenen Sonntag zeichnete sich der Schiedsrichter leider mit seiner eigenen Interpretation aus und teilte mit drei gegebenen Abseitstoren ähnlich aus wie Floyd Mayweather. Mit einer etwas defensiveren Ausrichtung, Neufeld vertrat den verreisten Mensching, sowie einer Veränderungen im Sturm, wo Catic für Weirich in die Startelf rutschte, startete man bei besten äußeren Bedingungen gegen den Absteiger und aktuellen Tabellenführer TSV Eintracht Bückeberge.

Durch das disziplinierte Festhalten an der taktischen Marschroute und das konsequente Verteidigen überließ man dem Gast das Spielgeschehen und setzte auf schnelle Konter. Viel Gefahr für Jonas Lange im Tor der Schwarz-Gelben gab es nicht. Mitte der ersten Halbzeit wurde die einzige Unachtsamkeit gleich bestraft. Der Ball konnte nach einer Ecke nicht ausreichend geklärt werden, ein Bückeberger konnte mittig im Strafraum abschließen und glücklich einnetzen. Wer nun befürchtete mit der Führung und dem Wind im Rücken würden die Grünhemden das Spiel an sich reißen, wurde eines Besseren belehrt. Die Abschlüsse wurden besser, defensiv stand man sehr gut und die Zweikampfführung war tadellos. Dennoch musste man mit einem Rückstand in die Halbzeitpause gehen. Der Ärger ob des Gegentreffers war groß, die Zuversicht das Ding noch zu drehen aber größer!
Mit Beginn der zweiten Hälfte wurde mutiger nach vorne gespielt, Chancen zum Ausgleich gab es genügend. Dass man die Konzentration weiter hochhalten musste, war jedem bewusst. Leider begann zu diesem Zeitpunkt das Problem dieser Spielklasse, keine Schiedsrichterassistenten an den Linien zu haben. Lange parierte einen Schuss der Gäste. Im Fünfmeterraum und unmittelbar vor ihm positioniert stand ein Angreifer und stocherte den eigentlich geklärten Ball ins Tor. Der vorletzte Verteidiger befand sich etwa sechs bis sieben Meter vor dem Sachsenhäger Tor. Alle Diskussionen zum Trotz gab der Unparteiische den Treffer. Der nächste Rückschlag, doch von Aufgeben war keine Spur. Ein scharf von Catic getretener Freistoß aus dem Halbfeld wurde wenige Minuten später von Zisting über die Linie befördert. Endlich der Anschlusstreffer! Mit der zunehmenden Überlegenheit der Schwarz-Gelben wurde das Spiel des Gastes aggressiver. Der SVS musste zum Teil überharte Fouls einstecken. Leidtragender war insbesondere Außenverteidiger Thielsch, der auf der Außenlinie mit gestrecktem Bein gefoult wurde und verletzt aus der Partie genommen werden musste. Der vor dem 1:2-Anschlusstreffer bereits verwarnte Bückeberger war mit gelb-rot noch gut bedient. Nach einem weiteren Standard konnte der Torwart einen Schuss von Zisting sowie den Nachschuss abwehren. Zumindest bei dem Nachschuss sah es sehr danach aus, dass er diesen erst hinter der Linie zu fassen bekam. Wembley 2.0? In diese Drangphase des SVS staubte ein Bückeberger nach einer Ecke zum 1:3 ab. Die Abseitsstellung dieses Mal etwa drei Meter. War der Drops gelutscht? Ganz im Gegenteil. Der eingewechselte Mäffert zeigte sich mit sehr gutem Offensivdrang und trieb die Mannschaft an, welche insbesondere durch den ebenfalls eingewechselten Mohmmadi massiven Druck über die rechte Seite aufbauen konnte. Der ein oder andere Gegenspieler versucht heute noch seine Beine zu entknoten. Der genannte Mäffert war es dann, der in Minute 80 den verdienten Treffer zum erneuten Anschluss erzielte. Hier war nun definitiv der Ausgleich in der Luft. Angewandtes Gegenmittel der Eintracht um den Vorsprung über die Zeit zu retten: harte Fouls, Zeitspiel etc.. Die Innenverteidigung wurde mehr oder weniger aufgelöst und die baumlangen Spieler weiter nach vorne geordert. Das Tor war allerdings wie vernagelt. Bückeberge drosch abgefangene Bälle nur noch nach vorne. Einer dieser Befreiungsschläge landete bei einem Stürmer, der kurz vor dem Strafraum des SVS wartete. Hainke als letzter Mann befand sich in Höhe des Halbkreises im Mittelfeld. Doch wieder blieb die Pfeife stumm. 2:4. Was zur Hölle war das für eine Entscheidung? Die verbleibenden Minuten gehörten wiederum dem SVS, aber die Zeit für eine Aufholjagd war letztendlich nicht ausreichend genug.

Fazit von Roman Selig:
Die Chancenverwertung wurde verbessert, ist aber nach wie vor ausbaufähig. Kämpferisch sowie die an den Tag gelegte Einstellung waren in diesem Spiel außerordentlich gut. Mit griffigem Zweikampfverhalten ließ man den Klassenprimus nur selten „spielen“. Die meist langen Bälle wurden geschickt verteidigt. Der Punktgewinn wurde durch ein gleichermaßen einfaches sowie unnötiges Gegentor zum 0:1 und den Fehlentscheidungen des Schiedsrichters vereitelt (der Videoassistent wäre hier aller Nostalgie zum Trotz hilfreich gewesen).

Am Sonntag, 03.09.17, findet das nächste Auswärtsspiel statt. Anpfiff bei Rot-Weiß Stadthagen ist um 15.00 Uhr. Dieses Mal mit einem Schiedsrichtergespann, dass uns hoffentlich positiver gegenüber gestimmt ist.(RS)

Dienstag, 29.8.17 - SVS - FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen 3:2 (2:1)



Mit einem präzisen Freistoß von der Strafraumgrenze brachte Christopher Alder den in der ersten Halbzeit klar spielbestimmenden SVS mit 1:0 in Führung (16.). Aus stark abseitsverdächtiger Position erzielte Nico Kinne nur vier Minuten späten den Ausgleichstreffer. Nach einem Pass von Marcel Richter war Tim Hensel zum 2:1-Pausenstand erfolgreich (41.). Mit einem abgefälschten Freistoß, der sich als Bogenlampe hinter Torwart Dennis Treichel ins Netz senkte, baute Alder die Sachsenhäger Führung auf 3:1 aus (52.). Die FSG kam Mitte der zweiten Halbzeit immer besser ins Spiel und drückte der Begegnung ihren Stempel auf. Durch Mark Wilms (86.), der aus dem Gewühl im Strafraum heraus erfolgreich war, verkürzten die Gäste noch zum 2:3-Endstand.1  (SN-Sportbuzzer)

Donnerstag, 20.8.17 - SVS III - SVD Auhagen II 4:3 (1:1)



Im Ersten von vier Donnerstagsspielen in Folge empfing die Dritte Herren die Reserve des SVD Auhagen.
Der SVS ging als Favorit in die Begegnung und setze ihre Rolle auch entsprechend um. Die Mehrheit der Spielanteile lag bei Schwarz-Gelb. Zuerst jubeln aber die Gäste. Allerdings auch nur kurz, da dem Tor eine deutliche Abseitsposition vorausging. Auch beim 1:0 der Hausherren vermutete der ein oder andere eine Abseitsstellung. Ein Pfiff des Schiedsrichters blieb aus und so durfte Sascha Bergmann sein zweites Saisontor bejubeln.
Zur Halbzeit brachte Coach Bauermeister Nils "Otto" Jaschinski, der nach längerer Verletzungspause sein Comeback im Feld feierte. Es dauerte eine Viertelstunde, bis besagter Joker das erste Mal richtig in Erscheinung trat. Marcel Fritsche setzte Jaschinski so in Szene, dass dieser frei vor dem Auhäger Tor auftauchte und zum 2:1 einschob. Fünf Minuten nach Jaschinskis ersten Treffer, netzte er erneut. Dieses Mal mit einem frechen Lupfer über den Auhäger Schlussmann. Nach dem Doppelschlag war die Auhäger Gegenwehr gebrochen und es spielten nur noch die Schwarz-Gelben.In dieser Phase hätte man das Ergebnis noch weiter nach oben schrauben müssen, ließ aber zu viele gute Gelegenheiten liegen. Doch einer konnte seinen Torriecher noch einmal unter Beweiß stellen. So brauchte Nils Jaschinski etwa zwanzig Minuten für einen lupenreinen Hattrick. Wesentlichen Anteil am vierten Tor des SVS hatten Luca Gerland, der aus dem linken Halbfeld eine Flanke auf Höhe Strafraum brachte und ein Auhäger Verteidiger, der versuchte, die Flanke per Fallrückzieher zu klären. Schlussendlich landete das Leder vor den Füßen von Jaschinski, der das Spielgerät mit gefühlten 2 Km/h durch den Strafraum in das Tor rollen ließ. Ärgerlicherweise schafften die Hausherren es nicht, über die kompletten 90 Minuten die Konzentration hochzuhalten. Daraus resultierte, dass man sich kurz vor dem Ende noch zwei Gegentore fing. Am Ende täuscht das 4:3, da das Spiel nicht so knapp wie das Ergebnis ausfiel. (LF)

Sonntag, 20.8.17 - SG Rot Weiß Stadthagen - SVS II 2:2 (1:1)



Mit drei Spielern, die am Donnerstag zuvor noch mit der Dritten den SVD geschlagen haben auf der Bank musste die Zweite am vergangenen Sonntag, arbeitsbedingt ohne Trainer Riesen, nach Stadthagen zum dortigen Aufsteiger „Rot-Weiß“ reisen. Nach der 0:4-Schlappe in der Vorbereitung war es Zeit für eine Revanche, welche jedoch nur zum Teil gelang. Während Mensching Thielsch in der Viererkette ersetzte und Bozinis auf die Außenverteidigerposition rückte, zog der schöne Hans im Mittelfeld die Fäden. Catic, Mohmmadi und Fulde bildeten die vorderste Angriffsreihe.
Vom Anstoß an waren die Gelbhemden hellwach und gewannen die Zweikämpfe und ließen dem Gegner insbesondere im Mittelfeld keine Räume zu. Mehr und mehr konnte man sich Chancen erarbeiten, die jedoch alle nicht zwingend waren. So dauerte es bis zur 20 Minuten, als Fulde schnell schaltete und aus 20 Metern zum verdienten 1:0 traf. Unverständlicherweise wurden die gezeigten Tugenden nun eingestellt und der Gastgeber kam so besser ins Spiel. Nach einem hohen Ball durch den Strafraum konnte dieser nicht ausreichend geklärt werden und der Stadthäger antwortete schnell zum 1:1 (25.). Nach einer kurzen Zeit des „Schüttelns“ lief es dann wieder besser und bis zum Halbzeitpfiff knüpfte man an die anfängliche Leistung an. Mohmmadi war es dann, der im Alleingang den Torwart buchstäblich in die Arme schoss und somit der besten Chance die erneute Führung aus der Hand gab (42.).

Nichts Neues im zweiten Durchgang, nur dass unser zweites Tor wesentlich früher fiel. Einen knallharten Gewaltschuss aus der zweiten Reihe drosch Neufeld in die Maschen (49.). Doch die Reaktion auf die erneute Führung zeigte Parallelen zu der ersten Halbzeit. Durch inkonsequente Zweikampfführung und zögerliches Defensivverhalten fiel rasch der erneute Ausgleich (52.). Auf beiden Seiten herrschte im Anschluss eine gewisse Nervosität, sodass sich das Spiel zum Großteil ins Mittelfeld verlagerte. Zu Beginn der Schlussviertelstunde erkannte der Schiedsrichter einen Gegentreffer nicht an (Abseits), was dem SVS noch mal wachrüttelte. Fulde konnte in den letzten drei Minuten zwei Hochkaräter leider nicht nutzen (87./90.), sodass es beim gerechten Remis blieb.

Fazit: Die hohe Trainingsbeteiligung ist ein Segen. Kurzfristige können so ohne Qualitätsverluste aufgefangen werden. Die junge Truppe macht sich und lernt aktuell viel. Ein möglicher Sieg wurde heute durch Unkonzentriertheit aus der Hand gegeben, mit der steigenden Erfahrung wird hier im Laufe der Saison sicherlich besser agiert. Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass taktisch und sowohl konditionell ein sehr hohes Level vorhanden ist.
Am Sonntag, 10.09.17, wird der FC Hevesen II zum Heimspiel empfangen. Anstoß ist um 13:00 Uhr. (RS)

Sonntag, 03.09.17 - TSV Hagenburg - SVS 0:1 (0:0)



Die ersten Chancen gehörten den Hausherren. Dabei zeigte SVS-Schlussmann Marius Pietzonka nach zwei Minuten einen starken Reflex, der einen frühen Rückstand verhinderte. Einige Minuten vergingen, bis der SVS die Nervosität ablegte. Bastian Heine hatte die beste Sachsenhäger Möglichkeit im ersten Spielabschnitt. Aus dem Zentrum heraus schlug Marc Ebbighausen einen langen Ball auf die linke Seite. Heine zog in die Mitte und schloss ab. Der Hagenburger Torwart wehrte zur Ecke ab. Die ersten 45 Minuten endeten ausgeglichen mit recht wenigen klaren Torchancen. Das sollte sich nach Wiederanpfiff allerdings ändern.
Nach der Halbzeit hätten die Gelbhemden, durch Marcel Richter und durch die darauf folgende Ecke, die Marc Ebbighausen bediente, in Führung gehen können. Es folgt eine Druckphase der Hagenburger, die das Team von Dennis Strauß mit Glück überstand. Mal rettete die Latte, mal der Pfosten oder ein Abwehrspieler auf der Linie. Hagenburg nutzte eine Vielzahl an guten Möglichkeiten nicht. In der Abwehr zeigten die Gastgeber allerdings auch immer wieder Unsicherheiten vor allem gegen die schnellen Sachsenhäger Offensivspielern. Marcel Richter überlistete einen Abwehrspieler, indem er ihm im Moment des Klärungsversuches den Ball abnahm. Anstatt das Spielgerät zu klären, blieb dem Hagenburger nur noch das Foul im Strafraum. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Strafstoß.Kapitän Tim Hensel verwandelte zum 1:0. In den Schlussminuten startete der TSV noch einmal eine Schlussoffensive. Am Ende landete die Abschlüsse meistens im Aus oder in den Armen von Marius Pietzonka und der SVS bejubelte den 1:0-Auswärtssieg. (LF)


Quellen:
1Kläfker, Uwe: „SC Rinteln gewinnt Duell der Absteiger gegen TSV Hagenburg in der Kreisliga“, unter: http://www.sportbuzzer.de/artikel/sc-rinteln-gewinnt-duell-der-absteiger-gegen-tsv-hagenburg-in-der-kreisliga/ (abgerufen am 03.09.2017)

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Bernd Bosselmann