Den Abgrund im Blick

Der SV Victoria Sachsenhagen hat keine gute Hinrunde gespielt. Die Gelb-Schwarzen überwinterten auf dem 12. Tabellenplatz (20 Punkte), die Abstiegszone ist in Sichtweite. Das hatten sich die Verantwortlichen um Trainer Torsten Menzer vor der Saison anders vorgestellt. Welcher Tabellenplatz für den Klassenerhalt reichen wird, hängt letztlich von den Schaumburger Absteigern aus der Bezirksliga Staffel 3 ab. Allerdings haben zwei Siege zum Abschluss der Hinserie, 5:4 beim SV Engern und 3:0 gegen den TSV Hagenburg II, die Bilanz etwas aufpoliert. Zum Auftakt nach der Winterpause geht es gegen den TuS Lüdersfeld. Diesem Spiel kommt durch die Situation in der Tabelle große Bedeutung zu. Der TuS (14 Punkte) steht hinter dem SVS, hat aber zwei Spiele weniger augetragen. „Das ist ein super wichtiges Spiel für uns“, sagt Menzer, der seine Erwartungen zurückgeschraubt hat: „Wir wollen in der Rückrunde einfach nur besser abschneiden als in der Hinrunde. Außerdem haben wir den Kreispokal auf dem Zettel.“ Das Viertelfinale führt die Sachsenhäger zum SV Engern. „Wir haben den Engern-Fluch besiegt“, meint Menzer. 

In der Tabelle schaut der Coach eher nach unten als nach oben, obwohl der Rückstand zum fünften Rang, dem vor der Serie ausgegebenen Saisonziel, überschaubar ist: „Wir wollen uns nach unten schnell sorgenfrei machen.“ Dazu will der SVS möglichst an die Form vor der Winterpause anknüpfen. Die Siege hatten auch damit zu tun, dass sich die Mannschaft intern ausgesprochen und die Fehler wohl auch bei sich gesucht und gefunden hat. „Wir haben zahlreiche individuelle Fehler gemacht und manchmal war bei dem einen oder anderen Die Spiel-Vorbereitung nicht optimal“, sagt Menzer. Zudem habe man immer noch keinen Torjäger gefunden. „Wir sind zu abschlussschwach. Samer Mahmo vom SC Auetal hat allein fast so viele Tore geschossen wie wir als Mannschaft (21 zu 28, Anm. der Red.).“ Dass die Mannschaft kicken kann, hat sie durch Erfolge beim Tabellenführer TuS SW Enzen oder auch dem Sieg in Engern, dem letztjährigen Vizemeister, deutlich gemacht. „Wir haben es nur zu selten abgerufen. Es lag oft an der Einstellung und der fehlenden Laufbereitschaft“, sagt der Bergkirchener.

Im Kader hat es zwei Veränderungen geben. Lars Gebühr hat es aus beruflichen Gründen nach Süddeutschland verschlagen. „Er steht leider nicht mehr zur Verfügung“, sagt Menzer. Mit Cafer Dogan (zuletzt beim TSV Barsinghausen) haben die Sachsenhäger aber Ersatz gefunden. Der junge Mittelfeldspieler hat sich nach einer längeren Pause dem SVS angeschlossen und „macht einen guten Eindruck“. Vor der Winterpause stieg bereits Rückkehrer Christopher Alder wieder ins Geschehen ein. „Mit ihm ist es auch besser geworden“, meint Menzer. So soll es weitergehen.

Prognose:

Dass der SV Sachsenhagen mit dem Kader absteigt, ist kaum vorstellbar. Dennoch müssen sich die Kanalkicker sputen, denn der aktuelle 12. Rang könnte nicht reichen. Der SVS wird es schaffen, und noch einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.

Quellen: Kläfker, Uwe: „SV Sachsenhagen hofft auf eine sorgenfreie Rückrunde“, unter: http://www.sportbuzzer.de/artikel/sv-sachsenhagen-hofft-auf-eine-sorgenfreie-ruckrunde/(abgerufen am 29.05.2018)

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Bernd Bosselmann