Nach dem Unentschieden im Derby und den ersten liegen gelassenen Punkten der Saison war die Favoritenrolle im Spiel gegen den Tabellenletzten klar vergeben. Gegen den SV Union aus Stadthagen waren die 3 Punkte eigentlich schon Pflicht.

Der SVS wurde seiner Favoritenrolle gleich gerecht, z.B. in Gestalt von Ado Catic, der von Nils Jaschinski gut in Szene gesetzt wurde, letztlich aber am Schlussmann der Unioner scheiterte. In der Anfangsphase taten sich die Hausherren vor allem gegen die schnellen Außenspieler der Schwarz-Gelben schwer. Wenn die Elf von Trainer Marcel Fritsche kombinieren konnte, waren sie nur schwer aufzuhalten.

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Stefan Kienapfel (r.) & Lukas Reuter (l.) immer mit Zug zum Tor
SVS-Torjäger Nils Jaschinski nutze eine dieser Kombinationen, um den Führungstreffer zu erzielen.  Zu bedanken hatte er sich bei Jakob Mäffert und Ado Catic, die den Treffer mustergültig herausspielten. Union antwortet schnell mit einem Distanzschuss den SVS-Tormann Dominic Asche erst abwehren konnte und dem Nachschuss, welcher an den Pfosten ging. Den SV Sachsenhagen ließen die großen Möglichkeiten des Gastgebers kalt. Nur wenige Zeit später hatte man die Chance auf 2:0 zu erhöhen, aber sowohl Nils Jaschinskis Schuss als auch der Nachschuss von Jakob Mäffert  blieben erfolglos. Umso ärgerlicher der Ausgleich der Gastgeber, ein Sololauf eines Stadthägers, welcher den Ball dann unhaltbar in den Winkel schoss, war, desto besser war die Antwort der SVS-Reserve. Nach einer Flanke von Stefan Kienapfel behauptete Lorenz Mäffert das Leder, ließ zwei Gegenspieler stehen und schoss den Ball humorlos ins Tor. Auch das dritte Tor für des SVS fiel nach einer Flanke, dieses Mal war Lorenz Mäffert der Vorbereiter für Stefan Kienapfel. Halbzeitstand 3:1

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Ado Catic bereitete zwei Treffer vor
Die erste Tormöglichkeit nach dem Seitenwechsel gehörte dem SVS. Der gerade eingewechselte Rico Kahle versuchte nach Pass von Nils Jaschinski den Ball am Torwart vorbei zu grätschen.  Union startete besser in den zweiten Spielabschnitt und verkürzte gleich auf 3:2. Durch eine clevere Körpertäuschung ließ der Stadthäger seine Bewacher aussteigen, versenkte den Ball im Tor von "Dome" Asche, der keinerlei Abwehrmöglichkeit mehr hatte. Infolge des Anschlusstreffers taten sich die Schwarz-Gelben im Spiel nach vorne deutlich schwerer. Bis zur Mittellinie wurde das Spielgerät in den eigenen Reihen gespielt, danach nur noch lang nach vorne gebolzt. Die Kreisstädter witterten jetzt ihre Chance auf den Ausgleich und spielten munter nach vorne. Sachsenhagen hingegen brauchte ein wenig um sich wieder zu fangen, deswegen dauerte es ein wenig bis zur ersten ernst zu nehmenden Chance nach dem Anschluss. Stefan Kienapfel scheiterte nach einer Flanke von Nils Jaschinski am Unioner Torwart. Trainerfuchs Marcel Fritsche musste reagieren und hatte sogar noch einen Trumpf im Ärmel. Sascha Bergmann, wohl einer der schnellsten Spieler im ganzen Kreis, wurde auf die Außenstürmerposition gestellt. Der eigentlich in der Abwehr des SVS spielende Bergmann fügte sich perfekt in die Position ein, indem er kurzerhand den Verteidiger der Kreisstädter überlief, einen schönen Doppelpass mit Jan-Robert Karabela spielte und den Ball weltklasse ins lange Eck schlenzte.

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Sascha Bergmann freut sich über sein Tor zum 4:2
Daraus resultierte, dass der SV Union sichtlich den Spaß am Spiel verlor. Wenig später konnte Nils Jaschinski seinen zweiten Treffer erzielen, nach guter Vorarbeit von Ado Catic. Die beiden Angreifer waren es auch, die kurz vor dem Schlusspfiff den Ball frei vor dem Torwart erst neben, den Nachschuss an den Pfosten und dann über das Tor jagten.

Schlussendlich war es ein verdienter 5:2 Sieg und die zurückeroberte Tabellenspitze, welche die im Lager der Schwarz-Gelben für Freude sorgten. Am nächsten Sonntag geht es für die Reserve des SVS gegen den Aufsteiger aus dem Klosterdorf. Anstoß ist um 13 Uhr im heimischen Kanalstadion. (LF)

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Wir vermissen Dich

Bernd Bosselmann