Es dauert etwas, aber letztlich konnte man letzte Woche den Sack doch noch zu machen. Einziger Wermutstropfen beim 3:1 Sieg in Lauenau war die Chancenverwertung, den zahlreiche gute Möglichkeiten wurden liegen gelassen.
Im Spiel gegen den Aufsteiger aus Nienstädt musste dieses abgelegt werden, um weiter ungeschlagen zu bleiben. Die Gäste konnten bisher sechs Punkte aus drei Spielen holen und standen vor dem Spiel auf Tabellenplatz sieben. Für den SVS hingegen  ging es um die Tabellenführung.

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Simon Grotefendt und Nils Jaschinski hatten mit ihren 6 Toren großen Anteil am SVS-Sieg
Die Fritsche-Elf startete im gewohnten 3-4-3 in die Partie gegen den Aufsteiger. Mittelstürmer Nils Jaschinski eröffnete die Begegnung, indem er mit einem Lupfer den Keeper der Gäste prüfte. Auf der anderen Seite dauerte es vier Minuten, bis etwas passierte. Aus dem Nichts zog ein Spieler der Roten ab und traf mit einem Sonntagsschuss ins Gehäuse der Sachsenhäger. Trotz des überraschenden Rückstandes schien die Reserve des SVS unbeeindruckt und erarbeitete sich gute Möglichkeiten. Nils Jaschinski und Lukas Fischer scheiterten jeweils per Kopfball. Zu allem Überfluss musste Kapitän und Libero Daniel Bergmann nach überharten Einsteigen seines Gegenspielers verletzt vom Feld. Kurz darauf folgte die nächste Schrecksekunde ein Nienstädter umspielte Torwart Dominic Asche, schoss auf das Tor aber musste letztlich mit ansehen, wie Spielertrainer Marcel Fritsche den Ball von der Linie kratzte. Die Verteidigung des Aufsteigers hatte jetzt immer mehr Probleme die Angriffe der Gelbhemden abzuwehren. Toptorjäger Nils Jaschinski erzielte von der Sechzehnerlinie mit seinem Schuss ins lange Eck den verdienten Ausgleich. Die unschönste Szene der Partie ereignete sich in der 34 Spielminute. Simon Grotefendt ging einem Ball nach, welcher jedoch vom Keeper der Gäste abgefangen werden konnte. Plötzlich warf dieser den Ball absichtlich gegen den Sachsenhäger und erhielt vollkommen zurecht den Platzverweis.  Die harte, aber durchaus vertretbare Entscheidung des jungen Schiedsrichters spielte dem SVS in die Karten. Jetzt schien es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Treffer für die Hausherren viel. Es folgten ereignisreiche Schlussminuten. Durch einen Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten drehten Nils Jaschinski und Simon Grotefendt das Spiel. Die letzte Aktion des ersten Spielabschnittes gehörte den Gästen. Marcel Fritsche brachte seinen Gegenspieler im Strafraum regelwidrig zu fall. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, den die Nienstädter zum 3:2-Halbzeitstand verwandelten.

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Ein starker Rückhalt: Dome "Der Fels"Asche
In der zweiten Halbzeit spielten die Gastgeber ihre zahlenmäßige Überzahl geschickt aus, konnte zunächst aber noch kein Profit daraus schlagen. Zum Beispiel in Form von Massimo Gerland, der den Ball nach einer Ecke nur knapp über den Kasten kickte. Von den Gästen war in dieser Phase des Spieles nichts zu sehen. Auch nicht als Simon Grotefendt ungestört durch die Hintermannschaft des Aufsteigers lief und locker zum 4:2 einschob. Nur eine Minute später legte Grotefendt den Ball auf Massimo Gerland ab, welcher die Kugel humorlos in die Maschen drosch. Der SV Nienstädt brach jetzt völlig zusammen, lies Pascal Buono ungehindert auf das Tor zulaufen und das dritte Tor innerhalb von drei Minuten erzielen. Der Treffer zum 5:2 war noch lange nicht alles, das Team um Trainer Fritsche zeigte sich weiter torhungrig. Völlig frei konnte Lukas Fischer, der heute als linker Mittelfeldspieler auflief, zum 6:2 einnetzen, nachdem "Momo" Cur ihn mit einer zielgenauen Flanke bediente. Die Angriffe der Gäste aus Nienstädt konnten größtenteils von der gut stehenden Abwehrreihe der Sachsenhäger abgefangen werden. Auf der gegenüberliegenden Seite wurden zum Ende der Partie nicht mehr alle Angriffe konzentriert ausgespielt, sonst wären wohl noch mehr Tore gefallen. So war es einmal mehr Nils Jaschinski, der seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte. Nach einer Ecke von Cur, köpfte Jaschinski ganz frei stehend den Ball über die Linie. Nienstädt wollte sich jedoch nicht ganz kampflos geschlagen geben. Dominic Asche, der in der zweiten Hälfte fast beschäftigungslos in seinem Tor stand, war beim nächsten Sonntagsschuss der Gäste, wie beim 0:1 erneut chancenlos. Drei Tore waren Nils Jaschinski wohl noch nicht genug, deswegen bugsierte er, nach einem schönen Pass von Sascha Bergmann, den Ball zum 9:3-Endstand noch einmal in den Kasten.

Das Fritsche-Team zeigte nach dem frühen 0:1 Rückstand Moral und den Willen das Spiel zu drehen und belohnte sich selbst mit 3 Punkten. Am nächsten Spieltag kommt es zum Derby gegen die Zweitvertretung des TuS Jahn Lindhorst. Anstoß ist um 13 Uhr in Lindhorst.(LF)

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Wir vermissen Dich

Bernd Bosselmann